Bleibe auf dem Weg und gehe ihn bis zum Ende

Es gibt zwei Fehler, dei man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann: nicht den ganzen Weg zu gehen und nicht damit zu beginnen

Wer die obigen Worte beherzigen möchte, der braucht Willenskraft: sowohl für das Anfangen als auch für das konsequente Durchhalten. Woran kann es liegen, dass man nicht den ersten Schritt macht und beginnt, den Weg der Wahrheit zu beschreiten? Jesus sprach von verschiedenen Bodenarten, auf die der Same der Wahrheit fällt (Matthäus 13:18-23). Ablenkung, Verfolgung, aber auch Desinteresse und Menschenfurch hindern Menschen daran, sich überhaupt erst auf den Weg der Wahrheit zu begeben. Aber auch wenn man sich schon auf dem “Weg” befindet, dann verlangt es schon Willenskraft, diesen weiter zu beschreiten. Woher bekommt man diese Kraft? Letztendlich aus einem guten Verhältnis zu Jehova, was einer genauen Erkenntnis entspringt (Johannes 17:3).

Was ist denn überhaupt der Weg der Wahrheit? Was ist Wahrheit? Jesus definierte diesen mit den ganz einfachen Worten aus Johannes 17:17: “Dein Wort ist Wahrheit“. Lerne also diesen Weg kennen, indem du die Bibel studierst..

Vertiefe Dein Leben – mach’ was draus!

Es ist besser, das Leben zu vertiefen, als es zu verlängern

(Luciano De Crescenzo)

Steigt ein Bergsteiger trotz Steinschlaggefahr einen Berg hinauf, so fragt man sich doch, ob dies den entsprechende Kick für diesen Augenblick im Leben gibt. Und es gibt eine Menge von Sportarten, von denen sich die mit Vergnügen übersättigten Menschen das entsprechende Glücksgefühl versprechen. Doch sind diese Dinge das, was eine langanhaltende Freude vermittelt?

Spätestens am Ende eines Lebens fragt man sich, ob man es so gelebt hat, dass man zufrieden zurück schauen kann. Ob man stets die rechte Balance bewahrt hat. Letztendlich kann man das jetzige Leben nicht unendlich verlängern. Deshalb gilt es, sich jetzt auf die geistigen Werte zu besinnen. Jesus sprach schon davon, als er sagte: “Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind” (Matthäus 5:3).

Die Beziehung zu Gott vertieft das eigene Leben. Durch die Erkenntnis aus Gotets Wort erhalten wir schon jetzt einen Sinn im Leben und haben die Hoffnung, einmal ewiges Leben auf einer paradisischen Erde zu erleben (Johannes 17:3).

 

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Dieser Schlüssel öffnet fast alle Türen

Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel

Charles Dickens

Bei einer guten Aufhängung und einer gepflegten und instanten Mechanik im Inneren des Schlosses bekommt man auch die schwerste Tür ohne grosse Kraftanstrengung auf. Auf diesen Gedanken wiess Charles Dickens hin, als er die obigen Worte äusserte. Gewalt ist oft nicht nötig, wenn man Köpfchen oder entsprechende Hilfsmittel einsetzt. Das kann man auf viele Bereiche im Leben anwenden.

Somit muss uns speziell im zwischenmenschlichen Bereich klar sein, dass wir durch die Wahl unserer Worte oft ohne grosse Mühe den Kontakt oder die Beziehung zu einem Menschen aufbauen kann. Andererseits ist zum öffnen der “Tür” oft auch Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen nötig – zwei Schlüssel, die fast überall passen.

Ein paar gut durchdachte Worte können ein getrübtes Verhältnis wieder normalisieren (Jakobus 3:4). Jemand, der verärgert ist, braucht vielleicht einfach nur freundlichen Zuspruch. Die Bibel sagt: „Wo es kein Holz gibt, geht das Feuer aus“ (Sprüche 26:20). Sorgfältig gewählte Worte, hinter denen die richtige Geisteshaltung steht, können ‘Grimm abwenden’ und heilen (Sprüche 15:1).

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Der Stein am Grund des Brunnens

. . . so sind die Auswirkungen von Geschwätz, den ein Sprichwort sagt über Geschwätz:

 Auch wenn sich die Wellen geglättet haben, so bleibt der Stein doch am Grund liegen.

Was ist schadenstiftendes Geschwätz?

„Sie . . . verbringen ihre Zeit damit, herumzulungern und miteinander zu schwatzen“ (Sokrates, ca. 400 v. u. Z.)

Geschwätz ist leeres Gerede. Doch meist wird dabei die Aufmerksamkeit nicht auf Dinge, sondern auf die Schwächen, Fehler, Erfolge und Misserfolge von Personen gelenkt.

Solches Gerede ist nicht unbedingt schädlich oder boshaft. Der Mensch interessiert sich nun einmal für andere.

Wenn man sich der Grenzen bewußt ist, kann Geschwätz einfach ein Austausch nützlicher Informationen sein.

Das griechische Wort, das in der Bibel mit „Schwätzer“ wiedergegeben wird, kommt von einem Verb mit der übertragenen Bedeutung „von Reden od. Worten überfließen“ (1. Timotheus 5:13).

Das erinnert an Sprüche 10:19:
„Bei der Menge von Worten fehlt Übertretung nicht, wer aber seine Lippen in Schach hält, handelt verständig.“

Die Grenze zwischen harmlosem und schädlichem Geschwätz ist oft kaum merklich.

Selbst Versuche, etwas Nettes über jemanden zu sagen, enden häufig negativ.

Und allzuoft ist Geschwätz ausgesprochen gemein und dient dazu, verleumderische Lügen und Gerüchte über jemanden zu verbreiten.

Warum artet Geschwätz so leicht in boshaftes Gerede aus?

‘Das Herz ist verräterisch’, und negatives Gerede kann bestimmte selbstsüchtige emotionelle Bedürfnisse befriedigen (Jeremia 17:9).

„Man kommt sich wichtig vor, wenn man etwas weiß, was andere nicht wissen“.

Was kann man tun, um schädliches Geschwätz zu unterbinden?

Versuchen, das Thema zu wechseln . . . das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken . . . oder etwas Nettes über den Betreffenden zu sagen.

Und wenn das boshafte Geschwätz kein Ende nimmt, solltest du dich zurückziehen.

Zügle also deine Zunge.

Man sagt . . . daß große Geister über Ideen sprechen, durchschnittliche Geister über Dinge und kleine Geister über Leute.

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Sorgen des Lebens

Es gab in meinem Leben viele Sorgen – und manche sind sogar passiert.

Mark Twain

Die Sorgen nehmen tatsächlich überhand. Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Sorgen, die ihn täglich aufs Neue herausfordern. Ob es sich um Krankheiten, Arbeitslosigkeit, das Alter, die Familie oder die Ehe handelt, wir alle haben unsere ganz eigenen Sorgen.

Doch wie kann man mit den Sorgen – mit seiner Sorge Nr. 1 – fertig werden?

Vielleicht mag Mark Twain auch den Rat Jesu im Sinn gehabt haben, als er die oben zitierten Worte äusserte. Jesus sagte nämlich folgendes in Matthäus 6:34:

“Macht euch niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug”.

Das war ein Befehl von Jesus. Wir dürfen uns einfach nicht zusätzlich dadurch belasten, indem wir uns schon im Voraus Sorgen um die vor uns liegenden Dinge machen. Und hiermit ist nicht gemeint, dass wir überhaupt nicht an die oben erwähnten Dinge denken, sondern das wir uns keine “übergroßen” Sorgen machen dürfen. Sorgen, durch die wir nichts bewirken.

Wie kann man das jedoch erreichen?

In seinem Brief an die Philipper gibt uns der Apostel Paulus den Rat, dass wir unsere Sorgen auf Jehova werfen müssen. Das heißt, dass wir Jehova ganz konkret unsere Sorge Nr. 1 im Gebet mitteilen und dann die Sorge auch beim ihm lassen (Philipper 4:6).

Diesen Gedanken greift er in Philipper 3:13 noch einmal auf, wenn er dort sagt: “Brüder, ich betrachte mich selbst noch nicht so, als ob ich es ergriffen habe; doch da ist eines diesbezüglich: Die Dinge vergessend, die dahinten sind, und mich nach den Dingen ausstreckend, die vor mir sind“.

Wenn er hier davon spricht, dass er die Dinge vergessen hat, die dahinten sind, so meinte er damit nicht, dass er sie nicht mehr wusste. Für ihn stand jedoch fest, wenn er Jehova seine Sorgen mitgeteilt hatte, dann hat er sie auch bei ihm belassen. Nun streckte er sich nach den Dingen aus, die vor ihm lagen. Und die Kraft dazu hatte er, weil er sich keine übergroßen Sorgen mehr über die Dinge machte, die er seinem Gott im Gebet schon mitgeteilt hatte.

Und diese Zuversicht haben auch wir. Wir können uns auf unseren Gott verlassen, wenn es auch darum geht, dass wir mit unseren Sorgen fertig werden. Das Vertrauen dazu erhalten wir durch ein persönliches Bibelstudium.

Worte zur rechten Zeit sind sehr wertvoll

Es ist gefährlich, eine Wahrheit auszusprechen, deren Zeit noch nicht gekommen ist

Sprichwort aus Griechenland

Oder um es mit den Worten des Sprücheschreibers zu sagen: “Wie goldene Äpfel in Silberzisellierungen ist ein Wort, geredet zur rechten Zeit dafür” (Sprüche 25:11).

Es bedarf schon Unterscheidungsvermögen, wenn es darum geht, den richtigen Zeitpunkt für eine Unterhaltung oder für das Offenbarung von Wahrheiten zu finden. Manchmal ist es vielleicht sogar besser, mit der Wahrheit ganz zurück zu halten. Fragt die Ehefrau bespielsweise dannach, wie ihr ihr neues Kleid steht, und man ist als Mann nicht unbedingt davon angetan, so mag es besser sein, das nicht unbedingt unverblümt zum Ausdruck zu bringen, sondern vielmehr diplomatisch zu beschreiben.

Unabhängig vom wann kommt es immer auf das wie an. Wohlüberlegte Worte können selbst schwer verdauliche Wahrheiten überbringen. So macht es immer Sinn, den Gegenüber zunächst für etwas ernsthaft zu loben. Folgt dann die Wahrheit, wird sie oft eher angenommen.

 

Verleumdung gleicht der Kohle: Brennt sie nicht, so schwärzt sie doch

Verleumdung gleicht der Kohle: Brennt sie nicht, so schwärzt sie doch. (Sprichwort aus Deutschland)

Wer andere verleumdet, erzählt nicht nur harmlose Lügengeschichten, sondern kann Menschen, deren Familien und deren Lebensgrundlage zerstören. Daher kommt auch die Aussage “Rufmord”. Nicht selten begehen aufgrund dieser Vorgehensweise, was auch als Mobbing bekannt ist, Selbstmord.

Selten kann der Schaden, der durch Verleumdung oder Mobbing angerichtet wurde, hinterher wieder richtig gestellt werden. Der Ruf bleibt angeschwärzt, auch wenn der Betroffene eine weiße Weste hat. Rufmord hat auch oft Mitmörder. Achten wir deshalb genau darauf, was wir über andere weiter erzählen.

Was ist der Unterschied zwischen Geschwätz und Verleumdung?

Während Geschwätz in manchen Fällen mehr oder weniger harmlos sein kann (obwohl es in Verleumdung ausarten oder dazu führen kann), stiftet Verleumdung immer Schaden und ruft stets Schmerz und Streit hervor. Ob ein Verleumder schlechte Absichten verfolgt oder nicht, so zieht er sich in jedem Fall Gottes Mißfallen zu, denn ‘Streitigkeiten unter Brüdern zu entfesseln’ gehört zu dem, was Gott haßt (Spr 6:16-19). Das griechische Wort für „Verleumder“ oder „Ankläger“ lautet diábolos. Dieses Wort wird in der Bibel auch für Satan, den Teufel, den großen Verleumder Gottes, verwendet (Joh 8:44; Off 12:9, 10; 1Mo 3:2-5). Dadurch wird gezeigt, wer der Urheber einer verleumderischen Anklage ist. (Quelle Einsichten, Band 1)

Einander zuhören

Was nützt es, mehrere Sprachen zu sprechen, solange wir nicht die Geduld aufbringen, einander zuzuhören (Art van Rheyn)

Mehrere Sprachen zu sprechen ist ohne Zweifel von großem Vorteil. Es erschließt einem den Zugang zu vielen weiteren interessanten und wichtigen Menschen und deren Wissen. Zudem setzt das Erlernen einer Sprache voraus, dass man Hörbereitschaft zeigt, denn man erlernt eine Sprache nur, wenn man die Laute und Klänge in sich aufnimmt.

Wichtiger ist jedoch, dass man das Hinhören auf den zwischenmenschlichen Bereich überträgt. Es eröffnet uns eine Kommunikation, die jenseits der Sprache liegt. Sich nämlich auf Gestik, Mimik und Blickkontakt bezieht.

Das erfordert eine wesentliche Eigenschaft: Geduld. Aber auch tiefes Intersesse am anderen ist der Schlüssel zum richtigen Zuhören. Viele Probleme in allen zwischenmenschlichen Bereichen könnten vermieden werden, wenn wir mehr Zuhören würden. “Wenn irgendeiner auf eine Sache eine Erwiderung gibt, ehe er sie angehört hat, so ist es ihm Torheit und Demütigung” (Sprüche 18:13).

Teilt alles mit allen

“Mein Ratschlag lautet: Werdet zu einem Informationsbrunnen. Wer Informationen teilt, hat Macht. Teilt alles mit allen. Je wertvoller Eure Informationen sind, desto besser. Wer etwas teilt, baut ein Netzwerk auf. Ein Netzwerk führt zu Zusammenarbeit, Zusammenarbeit führt zu Kreativität und Innovation – und die verändern die Welt.”

(Marissa Mayer, Google-Topmanagerin) – Quelle: Alltagsforschung.de
 

Das ist tatsächlich kein neuer Gedanke, denn schon lange sichert das Verschweigen von Kenntnissen nicht mehr einen Arbeitsplatz oder eine Stellung. Ganz im Gegenteil, gerade Menschen, die großzügig mit ihrem Wissen oder ihrer Weisheit umgehen, sind bevorzugte Gesprächspartner und werden als Resource geschätzt.

Diese Erkenntnis steht uns jedoch schon lange zur Verfügung. Unser Schöpfer lässt uns auch nicht im Unklaren darüber, was er mit der Erde vorhat, bzw. welche Erfordernisse ein Mensch erfüllen muss, um in seiner Gunst zu stehen. Eine Ermunterung, seinem Beispiel zu folgen, oder?

Verletzende Worte sollten in Sand geschrieben, lobende in Stein gehauen werden

Verletzende Worte sollten in Sand geschrieben, lobende in Stein gehauen werden (Sprichwort aus Arabien)

Ist es nicht oft so, dass wir viel öfter verletzende Worte in Stein hauen und das Auferbauende an uns vorüber gehen lassen? Wie ernst nehmen wir Lob wirklich? Unterstellen wir vielleicht sogar Menschen, die uns Anerkennung zollen, unlautere Motive?

Letztendlich entscheiden aber wir, was wir beachten und behalten wollen und was aussortiert wird, weil es uns eigentlich nur belastet oder behindert. Aus dem Kurzzeitgedächnis verschwinden Informationen innerhalb einer Minute, wenn wir nichts dafür tun, dass sie ins Langzeitgedächnis gelangen. Das können wir jedoch dadurch erreichen, indem wir die Erlebnisse bewerten. Negatives kann aufgebauscht oder gelassen aufgenommen werden. Aber auch Schönes kann man herunterspielen – oder dankbar speichern. Es liegt also an uns, an unserer Neigung und Einstellung zu arbeiten (Lukas 6:45).