Der Dankesbrief

Eine Schwester in London, die an den Rollstuhl gefesselt ist, gab 10 Jahre Zeugnis, indem sie jeden Tag einen Brief schrieb. Doch sie erhielt nie eine Antwort.

Irgendwann sagte sie zum Kreisaufseher: „Ich gebe es auf Briefe zu schreiben, denn noch nie hat mir jemand geantwortet.”

Der Kreisaufseher sagte: „ Das kannst du doch nicht machen. Denke doch an den Tag an dem du getauft wurdest. Da sagtest du, du seist willens alles für Jehova zu tun. Du weißt nicht wie viel Gutes deine Briefe bewirkt haben. Du kannst nicht aufhören. Jehova gebraucht dich immer noch. Du kannst nicht aufgeben.”

Als die Schwester eine Woche später ihr Lieblingsprogramm im Radio anstellte sagt der Radiosprecher, dass er fort gewesen sei, weil seine Mutter verstorben sei. Er sei immer noch ganz bestürzt darüber. Sei jetzt aber an seine Arbeit zurück gekehrt.

Unsere Schwester dachte an das Gespräch mit dem Kreisaufseher und schrieb dem Mann einen Brief der damit begann, dass sie sein Programm sehr schätzte. Dann sprach sie über die Auferstehungshoffnung.

Als sie in der nächsten Woche das Programm anschaltete, begann der Radiosprecher damit, sich für die vielen Beileidsbekundungen zu bedanken. Dann sagte er: „Aber ein Brief berührte mein Herz ganz besonders. Ich möchte ihnen den Brief vorlesen.” Dann las er den Brief unserer Schwester im Radio vor. Die Schwester war so glücklich, dass sie gleich einen weiteren Brief schrieb, in dem sie von der Hoffnung auf ein Paradies erzählte.

In der nächsten Woche klopfte es an der Tür als sie gerade beim Essen war. Vor der Tür stand ein Mann und sagte: „Ich weiß das sie mein Gesicht nicht kennen. Aber schließen sie die Augen. Vielleicht erkennen sie meine Stimme. Ich muß einfach die Person kennen lernen, die mir diese wunderbaren Briefe schrieb. Außerdem möchte ich Ihnen sagen, daß ich meine Mutter wirklich wiedersehen möchte. Deshalb muß ich noch mehr lernen. Ich möchte sie fragen, ob sie willens sind, mich mehr über diese paradiesische Erde zu lehren, wenn ich einmal pro Woche zu ihnen käme.”

Die Schwester dachte an die Worte des Kreisaufsehers:” Jehova gebraucht dich immer noch.”

So kamen der Mann und seine Ehefrau zu der Schwester. Es dauerte nicht lange und sie nahmen die Wahrheit an und wurden getauft.

Eines Tages kam die gesamte Familie zu der Schwester und sagte: „Wir haben eben eine Familienzusammenkunft gehabt und möchten dir eine Frage stellen. Du hast so viel für uns getan, dass wir etwas für dich tun möchten. Wir wissen, dass wir unsere Mutter in der Auferstehung wieder sehen. Aber wir möchten, dass du bis dahin unsere Mutter wärest. Möchtest du zu uns kommen mit uns leben, damit wir uns um dich kümmern können?”

Mit Tränen in den Augen nahm unsere Schwester das Angebot an und dachte wiederum an die Worte des Kreisaufsehers: „ Jehova gebraucht dich immer noch.”

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